Ansicht der Stadt Hannover, um 1760

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Dieser Kupferstich stellt das Panorama der Stadt Hannover mit den wichtigsten städtischen Bauten und Kirchen dar und vermittelt uns einen ungefähren Eindruck vom Umfeld, in dem Leibniz wirkte.

Die von zwei Platten gedruckte Ansicht zeigt die befestigte Stadt innerhalb einer agrarisch geprägten Umwelt: Vor den Toren der Stadt liegen noch umfangreiche Hude- und Weideflächen. Vor der Schleifung der Befestigungsanlagen am Ende des 18. Jahrhunderts und der Aufhebung der Torsperre um 1820 war die Ausdehnung des Stadtgebietes eingeschränkt; zudem wurden Pläne für Stadterweiterungen nach Süden und Norden aufgrund der Übersiedlung der hannoverschen Residenz nach London nicht durchgeführt (mit Ausnahme der ab 1748 errichteten Ägidienvorstadt). Daher änderte sich das Stadtbild seit der Leibnizzeit nur geringfügig und erst im 19. Jahrhundert grundlegend.

Der Betrachter schaut von Südwesten auf das wirklichkeitsgetreue städtische Interieur, das von einer kulissenhaften Landschaft umgeben ist. Hervorzuheben ist die Darstellung in der Kavalierperspektive, einer im Barock charakteristischen Ausdrucksform des Kartenbildes.
Björn Schreier

View of Hanover, around 1760

This copper engraving offers a panoramic view of Hanover with the most important buildings and churches and gives a general impression of the surrounding of Hanover – the town where Leibniz worked.

Ansicht der Stadt Hannover

Entry Filed under: Ansicht der Stadt Hannover, Übersicht

2 Comments Add your own

  • 1. cj  |  Januar 15th, 2009 at 21:37

    neben dem abfilmen wäre eine einblendung der nummernbezeichnung nicht schlecht gewesen….
    welche gebäude existieren eigentlich heute noch?

  • 2. Björn Schreier  |  Januar 22nd, 2009 at 23:48

    Von den vier das Stadtbild überragenden Kirchenbauten wurden drei wiederaufgebaut (v.l.n.r.): Die Neustädter Kirche (Nr. 11) und zwei der drei Altstadtkirchen: die Kreuzkirche (Nr. 16) und die Marktkirche (Nr. 35). Die Ägidienkirche (Nr. 42, rechts) erinnert heute als Ruine an die Kriegsopfer. Die katholische Basilika St. Clemens (Nr. 2, ganz links) wurde nach dem 2. Weltkrieg mit der ursprünglich geplanten Kuppel wiederaufgebaut.
    Der Schleifung der Stadtbefestigung Ende des 18. Jh. fielen auch die auf der Ansicht zu sehenden Stadttore (z.B. Steintor, Nr. 15; Ägidientor, Nr. 35) zum Opfer. Im Zeughaus (Nr. 20, in der Mitte) ist heute das Historische Museum beheimatet.
    Ein genaues Bild der noch erhalteten bzw. wiederaufgebauten Gebäude vermitteln die Stadtmodelle im Neuen Rathaus.

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