Die Bibliothek – Menschheitsgedächtnis und Schatzkammer

Vom Wunder Bibliothek

Um 800 nach Christi Geburt wurde sie auf Pergament geschrieben, die Handschrift, die ineinem der Tresore der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek verwahrt wird und die zu den ersten Exponaten dieser Ausstellung gehört. 1200 Jahre ist sie also alt – eine kurze Zeit in der Geschichte der Menschheit, jedoch eine lange Zeit gemessen an der kurzen Lebensspanne eines einzelnen Menschen und von diesem daher auch nicht wirklich nachzuvollziehen. 50 bis 60 Generationen umfassen diese zwölf Jahrhunderte, und immer haben nur jeweils drei, gelegentlich vier aufeinander folgende Generationen die Chance, ein Stück ihres Lebens gemeinsam zu gehen, sich zu begegnen, Informationen direkt auszutauschen. Für alles, was sich vorher zugetragen hat, muss der Mensch auf schriftliche oder audiovisuelle Aufzeichnung und Speicherung zurückgreifen.

In einer Zeit, in der mit den Datennetzen die gewaltigsten Speicher- und Kommunikationsinstrumente der Menschheitsgeschichte zur Verfügung stehen und in Größenordnungen ständig wachsen, die rational nicht mehr nachvollziehbar sind – in unserer Zeit also erfahren Bibliotheken als Gedächtnisspeicher für das von den Menschen in Jahrtausenden akkumulierte Wissen eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit. Bibliotheken bewahren das Wissen, das Menschen über die eigene Lebenszeit hinaus an nachfolgende Generationen weitergeben wollen, indem sie es beschützen und nachhaltig konservieren, ganz gleich, ob dieses Wissen auf Tontafeln geritzt, auf Papyrus, Pergament oder Papier geschrieben, gezeichnet oder gedruckt oder in elektronischen, bald vielleicht auch in biochemischen Speichermedien fixiert ist.

Bibliotheken sind Wunder – sie sind Wunder, weil sie auf kleinstem oder vergleichsweise kleinem Raum die Welt abbilden, wie sie ist, wie sie war, wie sie (möglicherweise) sein wird, aber auch wie sie sein sollte und wie sie sein könnte. Bibliotheken sind Speicher für den Geist der realen Welt ebenso wie für die vielen Welten der Phantasie. Sie bewahren dabei den menschlichen Geist umfassend, in all seiner Vielfalt und Schönheit, in seiner Verkommenheit und Grausamkeit, in seinem Licht und seiner Finsternis. Bibliotheken speichern in ihren Magazinen und Tresoren das Wissen um Gott und die Welt, richtiges und falsches, reales und erdachtes. Bibliotheken bilden die reale Welt wie Alternativwelten, den kollektiven Geist der Menschheit und Menschengruppen wie den Geist vieler Einzelner ab: Und das kann man nur ein Wunder nennen! Jeder aber, der will, kann sich dieses Wunders Bibliothek bedienen und an ihm teilhaben.

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek

In Bibliotheken wird Wissen also gespeichert, doch damit allein ist es noch nicht verfügbar. Es muss in adäquaten Formen aufbereitet und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. In einer Zeit, in der sich Wissensschöpfung und Wissensvermehrung immer mehr beschleunigen, erfüllen Bibliotheken eine Schlüsselfunktion, indem sie Wissen sammeln, erschließen und bereitstellen – Letzteres mittlerweile weltweit. Das kollektive Wissen der Vergangenheit wird in der Gegenwart vermittelt und für die Zukunft nutzbar gemacht. Bibliotheken liefern aus der Tradition heraus Entwicklungspotenziale für die Zukunft. Sie sind lebendige, Welt zugewandte Stätten des geistigen Austausches, des Forschens, Lehrens und Lernens. Sie sind Orte der Bildung, des kulturellen und wissenschaftlichen Transfers in der und für die Region ebenso wie sie Portale sind für den weltweiten Zugang zu Information. Bibliotheken stehen für die Kommunikation mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) ist eine Dienstleistungseinrichtung für Wissenschaft und Forschung und gleichzeitig ein Kultur- und Bildungszentrum, ein Ort der Begegnung. Kostbare historische Bestände und moderne Informationsdienstleistungen prägen ihr Bild. Traditionell wird ihre Arbeit bestimmt durch die Erwerbung, Erschließung und 7 Bereitstellung von Literatur in gedruckter und elektronischer Form, also von Büchern und Zeitschriften, aber auch von Datenbanken unterschiedlichster Art. Hybridbibliothek ist der Fachbegriff für eine Bibliothek, die Informationen zugänglich macht, ganz gleich, auf welchen Vehikeln diese transportiert werden.

Die umfangreichen Bestände der GWLB werden in elektronischen Katalogen und Datenbanken nachgewiesen, die miteinander vernetzt und auch über das Internet zugänglich sind. Dieses bietet optimalen Suchkomfort. Die Pflege und Vermittlung der Bestände wird ergänzt durch die umfangreiche Kulturarbeit der Bibliothek, die sich mit Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Filmvorführungen, Tagungen, Symposien sowie eigenen Publikationen am kulturellen Leben der Stadt, des Landes Niedersachsen und der Bundesrepublik beteiligt.

Über diese allgemeine Funktion der Informationsbereitstellung, Bildung, Wissens- und Kulturvermittlung hinaus sind der GWLB spezifische Aufgaben übertragen. Als Regionalbibliothek deckt sie den Bedarf an wissenschaftlicher Literatur für die Region und steht den niedersächsischen Hochschulen bei der Literatur- und Informationsversorgung als Partner zur Verfügung.

Die GWLB ist als Niedersächsische Landesbibliothek Pflichtexemplarbibliothek, also die zentrale Archivbibliothek ihres Bundeslandes. Das bedeutet, dass alle niedersächsischen Verlage gesetzlich verpflichtet sind, je ein Exemplar der von ihnen verlegten Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Noten, Pläne, Karten etc. an die Bibliothek zu liefern. Die Bibliothek kann als Pflichtablieferungsstelle auf eine fast 300-jährige Geschichte zurückblicken. Auf diese Weise wird von ihr alljährlich sozusagen ein Querschnitt durch die Kultur festgehalten. Dabei werden die Produktionen wissenschaftlicher Verlage ebenso »für alle Ewigkeit“ aufbewahrt wie die Literatur verschiedener Provenienzen. Man findet in der GWLB den Gemeindebrief aus Leer ebenso wie das Kinderbuch aus Oldenburg, das Braunschweiger Schulbuch ebenso wie die Duderstädter Schülerzeitung, den Gedichtband des Heimatdichters aus Helmstedt und das Psychologie-Standardwerk aus Göttingen.

Die Pflichtablieferung ist überdies wichtige Voraussetzung für die Pflege der Niedersächsischen Bibliographie und die darauf basierenden Dienstleistungen des Niedersachsen-Informationssystems. Die umfassende Sammlung und Erschließung von Literatur aus und über Niedersachsen ist ein vielfach genutztes Angebot an die gesamte Bevölkerung des Bundeslandes und an alle Interessierten weltweit.

Die GWLB ist niedersächsisches Zentrum für die Aus- und Fortbildung in bibliothekarischen Berufen und Ausbildungsbehörde für diesen Bereich. Dieser Abteilung ist seit 2004 die Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek zugeordnet.

Als Forschungsbibliothek pflegt die GWLB insbesondere die Kultur- und Wissenschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit. Damit wird auch die Arbeit an ihrem wohl bedeutendsten Schatz, dem Nachlass des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz, unterstützt. Dieser weltweit größte Einzelnachlass aus der Zeit des 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts ist von zentraler Bedeutung für die Arbeit der Bibliothek. 2007 folgte die UNESCO dem Vorschlag ihrer deutschen Kommission und damit dem Antrag der Bibliothek und nahm den Briefwechsel aus dem Nachlass im Rahmen ihres Welterbeprogramms in das Weltdokumentenerbe (Memory of the World) der UNESCO auf.

Leibniz

In ihrem historischen Kern geht die GWLB auf Büchersammlungen von Mitgliedern der Welfendynastie zurück. Schon seit der Renaissance kamen in den verschiedenen Residenzorten der Fürsten ansehnliche Buchsammlungen zusammen. Zu diesen gehörte die Sammlung Herzog Johann Friedrich zu Braunschweig und Lüneburg in Celle. Nach Verlegung der herzoglichen Residenz von Celle nach Hannover 1665 gelangte auch die Fürstenbibliothek in die Stadt an der Leine und ergänzte hier den ererbten welfischen Buchbesitz. Die so entstandene 8 größere Sammlung spiegelte die wissenschaftlichen, künstlerischen und bibliophilen Interessen der Hofgesellschaft wider.

Der Grundstock der Bibliothek in Hannover war das Ergebnis späthumanistisch-barocker Bildungsbemühungen in Kombination mit dem Repräsentationsbedürfnis der Dynastie. Am Anfang war die Buchsammlung im Leineschloss untergebracht, wo sie in das Kultur- und Repräsentationsprogramm der Welfen integriert war.

Mit dem Umzug der Fürstenbibliothek von Celle nach Hannover veränderte sich auch ihr Charakter. Durch die Einbindung in das fürstliche Repräsentationsgefüge wandelte sie sich von der privaten Büchersammlung zur Hof- und Regierungsbibliothek. Diese Funktionserweiterung der Bibliothek führte dann auch folgerichtig 1672 zur Bestellung eines ersten Bibliothekars, Tobias Fleischer.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg setzte ein Wettlauf um Rangerhöhungen zwischen den fürstlichen Dynastien im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ein. Während Dynastien wie die Wittelsbacher in diesem Rennen zurückfielen, schafften andere Familien den Aufstieg in die europäischen Königsdynastien. Zu dieser Gruppe dynastischer Aufsteiger gehörten auch die Welfen. 1692 erhob Kaiser Leopold I. das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg in den Rang eines Kurfürstentums. Ab 1714 wurde der Kurstaat nach der welfischen Thronfolge in England in Personalunion mit dem Königreich Großbritannien regiert.

Vor allem dem ständischen Streben der Welfen ist der Ausbau der Bibliothek in Hannover zu verdanken. Der Philosoph und Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716) wurde 1676 in das Amt des Hofbibliothekars berufen, das er bis zu seinem Tod versah. Leibniz hatte nicht nur vielfältige bibliothekarische, kulturelle und diplomatische Aufgaben zu erfüllen; er erhielt gleichzeitig den Auftrag, die Geschichte des Fürstenhauses zu erforschen. In Norditalien gelang ihm der wichtige Nachweis der Abstammung der welfischen Fürsten von dem italienischen Adelsgeschlecht der Este. Nun konnten die Welfen dem Kreis des älteren Hochadels zugerechnet werden.

Während Leibniz’ Amtszeit in Hannover wurde das Personal des Hofes um die Stelle eines Hofbuchbinders und die eines Hofkupferstechers erweitert. Letzterer schuf jene Kupferstichplatten, die in den Werken von Leibniz die Größe des fürstlichen Hauses bildlich darstellen sollten. Die 869 Platten haben die Zeitläufe erstaunlicherweise überdauert (so sind sie zum Glück dem Schicksal entgangen, in Kriegszeiten eingeschmolzen zu werden) und gehören heute zu den besonderen, in einem gedruckten Katalog nachgewiesenen Kostbarkeiten der GWLB.

Leibniz war jedoch viel mehr als ein gelehrter Historiker. Mit ihm begann eine stürmische Entwicklung nicht nur der Bibliothek, sondern auch der Wissenschaften in Hannover. Breit gefächert waren seine wissenschaftlichen Interessen und Aktivitäten. Er begründete die Infinitesimalrechnung und ist einer der Erfinder des Binärcodes (er nannte ihn Dyadik) – der Grundlage der Computertechnik. Ebenso beschäftigte er sich mit philologischen und astronomischen Fragen. Er betätigte sich als Architekt und Erfinder von technischen Apparaten, unter anderem Rechenmaschinen.

Nach seinen Konstruktionsanweisungen wurde die erste Vier-Spezies-Rechenmaschine gebaut, mit der alle vier Grundrechenarten durchgeführt werden konnten. Das letzte erhaltene Exemplar wird in der Schatzkammer der GWLB gehütet. Auch Sprachwissenschaft, die Physik und die Logik verdanken Leibniz wesentliche Impulse. Als Wissenschaftsorganisator gründete er die Berliner Akademie der Wissenschaften; er war an der Entstehung der russischen Akademie beteiligt und bemühte sich um Kulturkontakte wie den zwischen China und Europa.

Er entwarf zukunftsweisende Formen wissenschaftlicher Forschung. Als einer der letzten in der europäischen Geistesgeschichte stand Leibniz für einen humanistisch inspirierten Universalismus der Wissenskultur.

Leibniz’ Theodizee und die erst posthum herausgegebenen Nouveaux Essais gehören zu den Grundschriften der europäischen Aufklärung und machten ihn zu einem der intellektu9 ellen Gründungsväter der europäischen Moderne. Hannover wurde zu einem zentralen Ort der res publica litteraria, der europäischen Gelehrtenrepublik. Von hier aus führte Leibniz seine Korrespondenzen, hier schrieb er seine wichtigsten Werke. Sein Nachlass ging als herausragende Sammlung in den Besitz der Bibliothek über und wird an diesem Ort bewahrt, wissenschaftlich erschlossen und gemeinsam mit anderen Forschungsstellen von der Abteilung Leibniz-Archiv der GWLB unter Verantwortung der Göttinger und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ediert.

Nach Leibniz wirkten noch andere bedeutende Gelehrte an der Bibliothek. Sein Nachfolger Johann Georg Eckhart (1716 – 1723) publizierte das Hildebrandslied, das älteste erhaltene althochdeutsche Textmonument. Er entdeckte die Bedeutung der Monseer Fragmente, einer Handschrift aus dem 8./9. Jahrhundert, die in der GWLB aufbewahrt wird. Georg Heinrich Pertz (1827 – 1842) gehörte zu den Gründungsvätern der Monumenta Germaniae historica und zeichnete selbst für die ersten Bände verantwortlich. Im 20. Jahrhundert war der Literaturkritiker und Schriftsteller Werner Kraft von 1928 an als wissenschaftlicher Bibliothekar hier tätig, bis er 1933 von den Nationalsozialisten vertrieben wurde.


Kostbarkeiten

Wenn wir eingangs vom Wunder gesprochen haben, die einzelne Bibliotheken und die Bibliotheken in ihrer Gesamtheit als Gedächtnisspeicher der Menschheit sind, so meinte dies vor allem kollektives und individuelles Wissen, unabhängig davon, auf welchem Vehikel dieses Wissen fixiert und transportiert wird. Doch alte Bibliotheken sind auch wirkliche Schatzkammern, verwahren sie doch Schönes, Kostbares und Einzigartiges. Dabei ist nicht nur wertvolles
Gut in ästhetischem Sinne gemeint, sondern auch Bibliotheksgut, dessen Wert sich daran misst, dass es selten oder sogar ein Unikat ist. Und damit ist die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in reicher Fülle gesegnet: Von mittelalterlichen Handschriften und Drucken aus der Zeit, als die Buchdruckerkunst noch in der Wiege lag (Inkunabeln), geht es zu kostbar gebundenen und reich illustrierten Büchern aus allen Jahrhunderten; und es geht vor allem um Autographen, also mit eigener Hand geschriebene Schriftstücke.

Europäische Potentaten und Geistesgrößen finden sich hier mit ihrer eigenen Handschrift, von Katharina der Großen bis Queen Victoria, von Luther bis Leibniz, von Thomas Mann bis Horst Bienek. Die Bibliothek dürfte zu den bedeutendsten Autographen-Bibliotheken der Welt gehören, und dies natürlich vor allem dank des ungeheuren Nachlasses ihres Namenspatrons.

Ja, Leibniz! Von ihm verwahrt die Bibliothek neben seinen rund 200.000 (in Worten: zweihunderttausend) Einzelblättern auch seine private Bibliothek, verschiedene persönliche Gegenstände und das einzig erhaltene Exemplar einer von ihm entworfenen Rechenmaschine. Es sind dies Kostbarkeiten von Weltrang, nicht nur der Leibniz-Briefwechsel, dem durch die Aufnahme in das UNESCO-Weltdokumentenerbe die ihm gebührende Anerkennung zuteil wurde.

Unendliche Bibliothek

Jahrhundertealtes, wirkungsmächtiges und wertvolles Bibliotheksgut tritt in dieser Ausstellung in den Dialog mit völlig neuen und andersartigen Kommunikationsträgern: Vergangenes wird so unmittelbar mit Gegenwärtigem konfrontiert. Und dieser Dialog könnte es ermöglichen, dass, wenn die materiellen und politischen Umstände es zulassen, in Zukunft jeder Mensch überall und jederzeit virtuell freien Zugang zu diesem und allem Wissen, zu diesen und allen Kostbarkeiten der Welt hat.

Ein Menschheitstraum könnte so in Erfüllung gehen: open access zur unendlichen Bibliothek!

Georg Ruppelt

The Library – Memory of mankind and treasury

The once Royal Library, which since 2005 is named Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) has now existed for more than 350 years. Gottfried Wilhelm Leibniz was its director from 1676 to his death in 1716.

The Library exhibits mediaeval manuscripts and prints from the period when the art of print-ing was just beginning (incunabula) as well as precious books of all centuries. There also ex-ists a huge collection of autographs as for example hand-written letters of Catherine the Great.

The Gottfried Wilhelm Leibniz Library has also treasured the literary estate of Leibniz (approx. 200,000 pages) and the only model of his calculating machine that has survived. In 2007, his correspondence (more than 15,000 letters) became part of the UNESCO world heri-tage of documents.

In this exhibition antique, precious properties of the Library enter into dialogues with new vehicles for communication. Maybe human beings will have open virtual access to any kind of knowledge in the near future: open access to an unlimited library! But this will never re-place the aura of the original.

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