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	<description>Von der Keilschrift zu Youtube</description>
	<pubDate>Fri, 20 Feb 2009 14:01:11 +0000</pubDate>
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		<title>Grabstele des Ser-Inpu um 2800 v. Chr.</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2009 10:35:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bookmarks2009</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Grabstele des Ser-Inpu um 2800 v. Chr.]]></category>

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		<description><![CDATA[Leihgabe des Museums August Kestner / On loan from the August Kestner Museum

Frühdynastische Zeit, 1. Dynastie, Regierungszeit des Den, Abydos (Oberägypten), Umgebung des Grabes von Pharao Den, Kalkstein
Die Genese der ägyptischen Hochkultur war ein langer Prozess, der sich über mehrere Jahrtausende hinzog und um 2900 v. Chr. mit einer kulturellen Eroberung“ der unterägyptischen Nildeltaregion durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Leihgabe des Museums August Kestner / On loan from the August Kestner Museum</p>
<p><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/02/hieroglyphe_800pxhoch1.jpg" rel="lightbox[1159]"><img class="alignnone size-medium wp-image-1166" title="hieroglyphe_800pxhoch1" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/02/hieroglyphe_800pxhoch1-480x720.jpg" alt="hieroglyphe_800pxhoch1" width="480" height="720" /></a></p>
<p>Frühdynastische Zeit, 1. Dynastie, Regierungszeit des Den, Abydos (Oberägypten), Umgebung des Grabes von Pharao Den, Kalkstein</p>
<p style="text-align: justify;">Die Genese der ägyptischen Hochkultur war ein langer Prozess, der sich über mehrere Jahrtausende hinzog und um 2900 v. Chr. mit einer kulturellen Eroberung“ der unterägyptischen Nildeltaregion durch oberägyptische Kulturträger ihren ersten Höhepunkt erreichte. Diese Errungenschaft wird später von den Ägyptern immer als die „Vereinigung der beiden Länder“ bezeichnet und dem legendären Staatsgründer Menes (wohl der oberägyptische König Aha, d.h. „Der Kämpfer“, 1. Dynastie) zugeschrieben werden. Die ersten gesamtägyptischen Könige ließen sich in der Wüste beim oberägyptischen Ort Abydos in großen unterirdischen Gräbern bestatten. Um diese Grablegen herum wurden kleine Kammergräber für Angestellte des Königshauses angelegt, die uns durch auf diesen Nebengräbern aufgestellte Stein-Stelen (Grabsteine) mit ihren Hoffunktionen und/oder Eigennamen überliefert sind. Insgesamt sind aus Abydos 258 solcher Stelen bekannt, die zu den ältesten Schriftzeugnissen Ägyptens und damit der Welt überhaupt gehören.<br />
Die vorliegende Stele nennt einen Mann namens Ser-Inpu, d.h. „(Der Totengott) Anubis ist ein/der Herrscher“. In dieser kurzen, nur den Eigennamen beinhaltenden vertikal zu lesenden Inschrift, sind alle drei Klassen der ägyptischen Hieroglyphenschrift vorhanden: Die „Buchstaben“ / Phonogramme (Lautzeichen) s und r (für „Ser“), das einen ganzen Begriff darstellende Ideogramm des liegenden Schakals (für „Inpu“ / der Schakalgott Anubis) sowie das so genannte Determinativ / Deutezeichen eines stehenden Mannes, das selbst nicht gelesen wird, sondern nur erscheint, um anzudeuten, dass es sich bei dem vorhergehenden Text um einen Männernamen handelt. Der Umstand, dass der Mann in der Gestalt eines Zwerges dargestellt ist, enthält die zusätzliche Information, dass der Mann offensichtlich ein kleinwüchsiger Mensch war. Darin zeigt sich eine gewisse Überlegenheit der Hieroglyphenschrift unserer Schrift gegenüber, denn eine solche Information wäre zum Beispiel aus der nur den Namen einer Person nennenden Beschriftung eines heutigen Grabsteins nicht in Erfahrung zu bringen.<br />
Kleinwüchsige Menschen, die meist aus Nubien nach Ägypten geholt wurden, waren während der gesamten pharaonischen Zeit besonders beliebtes Personal am Hofe Pharaos. Aus Abydos sind zehn kleinwüchsige Männer durch Inschriften bekannt, davon vier durch Stelen, darunter auch die hier besprochene, die alle aus der unmittelbaren Umgebung der Bestattung von Pharao Den (Dewen, Udimu), dem 5. König der 1. Dynastie (reg. 2814-2772 v.Chr.) stammen. Im Kontext der 136 Nebenbestattungen des Grabes von Den wurde Ende des 19. Jh. eine Gruppe von insgesamt 84 Stelen gefunden. Im Inventar des Museum August Kestner sind noch fünf weitere Stücke aus dieser Gruppe verzeichnet, von denen eines jedoch im 2. Weltkrieg vernichtet wurde. Alle erhaltenen sind als „die ältesten Schriftstücke in Hannover“ stets in der Dauerausstellung des Museum August Kestner bestaunbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Christian E. Loeben, Museum August Kestner</p>
<p><strong>Grave Stele of Ser-Inpu around 2800 B.C.</strong></p>
<p>early first dynasty, rule of Pharaoh Den, Abydos, Upper Egypt, burial site of Pharaoh Den, limestone</p>
<p style="text-align: justify;">The genesis of Egyptian high culture was a long process which lasted for over a thousand years. Around 2900 B.C., with a cultural “conquest” of Lower Egypt Nile Delta by Upper Egypt, the cultural highpoint arrived in the “union of both lands”, written about by state founder Menes (possibly the upper-Egyptian King Aha (“The Fighter”, first dynasty). The first king of the united Egypt was laid to rest in a large tomb in the upper-Egyptian town of Abydos. Included in the tomb were chambers for the king’s staff, all of whom had a stele or gravestone with their job post and/or their names.</p>
<p style="text-align: justify;">This stele carries the name of a dwarf, Ser-Inpu, meaning “(The Dead God) Anubis is a/the ruler”. In this short vertical inscription, all of the three types of Egyptian hieroglyphic writing exist: The “letters”, the phonetic glyphs “s” and “r” (for “Ser”), in which the entire ideograph of a lying jackal (representing “Inpu”, the god Anubis) like a symbol of a standing man, represented as a dwarf, is not to be read alone but with the preceding text as a name. This represents an advantage of the hieroglyphic writing over our writing system today. With the former, one can glean further information about the dead other than just the name.</p>
<p style="text-align: justify;">Dwarfs, most of who came to Egypt from Nubia, were especially valued during the time of the pharaohs as appointees of the court. Ten of these court personnel from Abydos can be identified from the inscriptions on four of the stele. All the stele come from the burial area of Pharaoh Den (Dewen, Udimu) of the fifth dynasty (2814-2772 B.C.) At the end of the 19th century, among the 136 burial objects of Den, a group of 84 steles were found. Five more examples of this group of stele were also in the August Kestner Museum’s collection until the Second World War when one was stolen. They are “the oldest pieces of writing in Hanover” always on display for visitors to the museum.</p>
<p>Christian E. Loeben, August Kestner Museum</p>
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		<title>Monadologie - Leibniz Monadenlehre (1714)</title>
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		<pubDate>Fri, 23 Jan 2009 14:08:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bookmarks2009</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Monadologie - Leibniz Monadenlehre]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der Begriff Monadologie geht zurück auf die deutsche Übersetzung von Heinrich Köhler, der 1720 die Monadenlehre von Leibniz so betitelte.
Monas ist ein griechisches Wort, das die Einheit oder das, was Eines ist, bezeichnet, schreibt Leibniz in seinen Principes.
Monaden das sind einfache Substanzen ohne Teile, wahre Atome der Natur, Elemente der Dinge.Leibniz interessierte sich sehr für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">
<div id="attachment_1063" class="wp-caption alignnone" style="width: 490px"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/lhivi1abl1-l_final1.jpg" rel="lightbox[1058]"><img class="size-medium wp-image-1063" title="Monadologie" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/lhivi1abl1-l_final1-480x742.jpg" alt="Monadologie" width="480" height="742" /></a><p class="wp-caption-text">Monadologie</p></div>
<p style="text-align: justify;">Der Begriff Monadologie geht zurück auf die deutsche Übersetzung von Heinrich Köhler, der 1720 die Monadenlehre von Leibniz so betitelte.</p>
<p style="text-align: justify;">Monas ist ein griechisches Wort, das die Einheit oder das, was Eines ist, bezeichnet, schreibt Leibniz in seinen Principes.</p>
<p style="text-align: justify;">Monaden das sind einfache Substanzen ohne Teile, wahre Atome der Natur, Elemente der Dinge.Leibniz interessierte sich sehr für die Theorien über die eigentlichen Bausteine der Welt. Gerade im Zusammenhang mit der Entwicklung von Mikroskopen und Teleskopen – denn einerseits konnte nun gesehen werden, dass etwas, was eigentlich schon sehr klein erscheint, noch aus vielen Teilen zusammengesetzt war. Und andererseits konnte dasjenige, was so weit entfernt war, dass es mit bloßem Hinsehen nicht sichtbar war, sichtbar gemacht werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Etwas zu finden, was nicht mehr teilbar ist, nicht räumlich ist, nicht von außen veränderbar – das ist der Ausgangspunkt für eine kurze Darlegung von metaphysischen Grundbegriffen in 90 Paragraphen, die großen Einfluss hatte auf Terminologie und Fragestellungen in der Geschichte der Philosophie.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Alexandra Lewendoski</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Gottfried Wilhelm Leibniz, Monadology, 1714</strong></p>
<p style="text-align: justify;">The term monadology describes Leibniz’ doctrine of the so-called monads. Monads are simple substance without parts … real atoms of nature … elements of things. Monas is a greek word, which describes a unity or that, which is one, Leibniz writes in his »Principles«.</p>
<p style="text-align: justify;">The term monadology does not begin with Leibniz. It originates in the German translation concept by H. Köhler, who designated the Leibnitian doctrine of monads »Monadology« in 1720.</p>
<p style="text-align: justify;">Leibniz took a great interest in the development of microscopes and telescopes. On the one hand, it was now possible to see that all the things which appeared so small still had many infinitely smaller parts. On the other hand, things which were so far away that theywere invisible for a human eye, now became visible.</p>
<p style="text-align: justify;">To find something indivisible, not spatial, unchangeable from the outside was his starting point for a brief demonstration of metaphysical basic terms in 90 paragraphs, written in an influencing and inspiring terminology which was to play a great role in history of philosophy.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716)</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 16:40:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bookmarks2009</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716)]]></category>

		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Was die Zeitgenossen verblüffte und auch die Nachwelt immer wieder erstaunt, ist Leibnizens Vielseitigkeit. Der französische Frühaufklärer Fontenelle (1657 – 1757) fand dafür einmal die folgenden Worte:
Diese Lesung allerley Bücher ohne Unterscheid, welche er ohne Unterlaß fortsetzte, und der grosse Verstand, welcher sich hierinnen bey ihm hervorthat, machte nun, daß er fast alles wurde, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Was die Zeitgenossen verblüffte und auch die Nachwelt immer wieder erstaunt, ist Leibnizens Vielseitigkeit. Der französische Frühaufklärer Fontenelle (1657 – 1757) fand dafür einmal die folgenden Worte:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">Diese Lesung allerley Bücher ohne Unterscheid, welche er ohne Unterlaß fortsetzte, und der grosse Verstand, welcher sich hierinnen bey ihm hervorthat, machte nun, daß er fast alles wurde, was er gelesen hatte. Und wie die Alten die Geschicklichkeit hatten bißweilen wohl acht in eine Reihe gespannte Pferde zu regieren, so verknüpfte er auch alle Wissenschaften geschicklich mit einander. Wir sind also gezwungen diesen grossen Mann hier zu theilen, und so zu sagen aus einander zu setzen. Das Alterthum machte aus vielen Hercules einen eintzigen, wir müssen hingegen in einem eintzigen Leibnitze vielerley Gelehrte besonders vorstellen.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Neugierde auf die Welt und ihre Struktur ist Leibniz‘ Antriebskraft. Sein Denken reicht von Hannover bis nach China, von den einzelnen Elementen der Dinge (Monaden) zum ganzen Universum, von den ganz nahe liegenden Dingen (per Mikroskop) zu den weit entfernten (per Teleskop). Er denkt für die Kurfürsten in Hannover genau so wie für den russischen Zaren. Elementar ist: Die Welt ist wissenswert, sie ist Wissenswelt, denn sie ist erfahrbar. Leibniz schreibt:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">… das was wir hier [auf der Welt] machen können, das ist … langsam entlang diesem Bach lebendigen und reinen Wassers von einfachem und klarem Wissen zu gehen, welcher seine Quelle in uns hat, die uns als Erleichterung dienen kann auf diesem beschwerlichen Marsch und auch Faden durch das Labyrinth ist in den weiten und bedeckten Feldern, welche Stück für Stück größer werden und unser Wissen anwachsen lassen …</span></p>
<p style="text-align: justify;">Alexandra Lewendoski</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716)<br />
</strong><br />
What was so amazing for Leibniz’ contemporaries and posterity and still astounds today are his versatility and his universalism. The French philosopher of the Early Enlightenment, Fontenelle (1657 – 1757) once found the following words in order to express his admiration:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">His strenuous reading of all sort of books without distinction and his great intellect made him become almost every thing he had read. And … he also combined all sciences skillfully with each other … The Antiquity created one Hercules out of many heroes; we by contrast have to picture many savants as just one Leibniz.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Leibniz’ thinking ranges from Hanover to China, from the individual elements of things (monads) to the whole universe, from the things very near (seen through microscope) to things faraway (seen through telescope). And he worked both for the Duke of Hanover and for the Russian Czar.</p>
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		<title>Die Bibliothek – Menschheitsgedächtnis und Schatzkammer</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 16:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bookmarks2009</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[1 Die Bibliothek – Menschheitsgedächtnis und Schatzkammer]]></category>

		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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		<description><![CDATA[Vom Wunder Bibliothek

Um 800 nach Christi Geburt wurde sie auf Pergament geschrieben, die Handschrift, die ineinem der Tresore der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek verwahrt wird und die zu den ersten Exponaten dieser Ausstellung gehört. 1200 Jahre ist sie also alt – eine kurze Zeit in der Geschichte der Menschheit, jedoch eine lange Zeit gemessen an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><em>Vom Wunder Bibliothek</em></p>
<p style="text-align: justify;">
Um 800 nach Christi Geburt wurde sie auf Pergament geschrieben, die Handschrift, die ineinem der Tresore der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek verwahrt wird und die zu den ersten Exponaten dieser Ausstellung gehört. 1200 Jahre ist sie also alt – eine kurze Zeit in der Geschichte der Menschheit, jedoch eine lange Zeit gemessen an der kurzen Lebensspanne eines einzelnen Menschen und von diesem daher auch nicht wirklich nachzuvollziehen. 50 bis 60 Generationen umfassen diese zwölf Jahrhunderte, und immer haben nur jeweils drei, gelegentlich vier aufeinander folgende Generationen die Chance, ein Stück ihres Lebens gemeinsam zu gehen, sich zu begegnen, Informationen direkt auszutauschen. Für alles, was sich vorher zugetragen hat, muss der Mensch auf schriftliche oder audiovisuelle Aufzeichnung und Speicherung zurückgreifen.</p>
<p style="text-align: justify;">In einer Zeit, in der mit den Datennetzen die gewaltigsten Speicher- und Kommunikationsinstrumente der Menschheitsgeschichte zur Verfügung stehen und in Größenordnungen ständig wachsen, die rational nicht mehr nachvollziehbar sind – in unserer Zeit also erfahren Bibliotheken als Gedächtnisspeicher für das von den Menschen in Jahrtausenden akkumulierte Wissen eine erhöhte öffentliche Aufmerksamkeit. Bibliotheken bewahren das Wissen, das Menschen über die eigene Lebenszeit hinaus an nachfolgende Generationen weitergeben wollen, indem sie es beschützen und nachhaltig konservieren, ganz gleich, ob dieses Wissen auf Tontafeln geritzt, auf Papyrus, Pergament oder Papier geschrieben, gezeichnet oder gedruckt oder in elektronischen, bald vielleicht auch in biochemischen Speichermedien fixiert ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Bibliotheken sind Wunder – sie sind Wunder, weil sie auf kleinstem oder vergleichsweise kleinem Raum die Welt abbilden, wie sie ist, wie sie war, wie sie (möglicherweise) sein wird, aber auch wie sie sein sollte und wie sie sein könnte. Bibliotheken sind Speicher für den Geist der realen Welt ebenso wie für die vielen Welten der Phantasie. Sie bewahren dabei den menschlichen Geist umfassend, in all seiner Vielfalt und Schönheit, in seiner Verkommenheit und Grausamkeit, in seinem Licht und seiner Finsternis. Bibliotheken speichern in ihren Magazinen und Tresoren das Wissen um Gott und die Welt, richtiges und falsches, reales und erdachtes. Bibliotheken bilden die reale Welt wie Alternativwelten, den kollektiven Geist der Menschheit und Menschengruppen wie den Geist vieler Einzelner ab: Und das kann man nur ein Wunder nennen! Jeder aber, der will, kann sich dieses Wunders Bibliothek bedienen und an ihm teilhaben.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek</em></p>
<p style="text-align: justify;">In Bibliotheken wird Wissen also gespeichert, doch damit allein ist es noch nicht verfügbar. Es muss in adäquaten Formen aufbereitet und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden. In einer Zeit, in der sich Wissensschöpfung und Wissensvermehrung immer mehr beschleunigen, erfüllen Bibliotheken eine Schlüsselfunktion, indem sie Wissen sammeln, erschließen und bereitstellen – Letzteres mittlerweile weltweit. Das kollektive Wissen der Vergangenheit wird in der Gegenwart vermittelt und für die Zukunft nutzbar gemacht. Bibliotheken liefern aus der Tradition heraus Entwicklungspotenziale für die Zukunft. Sie sind lebendige, Welt zugewandte Stätten des geistigen Austausches, des Forschens, Lehrens und Lernens. Sie sind Orte der Bildung, des kulturellen und wissenschaftlichen Transfers in der und für die Region ebenso wie sie Portale sind für den weltweiten Zugang zu Information. Bibliotheken stehen für die Kommunikation mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) ist eine Dienstleistungseinrichtung für Wissenschaft und Forschung und gleichzeitig ein Kultur- und Bildungszentrum, ein Ort der Begegnung. Kostbare historische Bestände und moderne Informationsdienstleistungen prägen ihr Bild. Traditionell wird ihre Arbeit bestimmt durch die Erwerbung, Erschließung und 7 Bereitstellung von Literatur in gedruckter und elektronischer Form, also von Büchern und Zeitschriften, aber auch von Datenbanken unterschiedlichster Art. Hybridbibliothek ist der Fachbegriff für eine Bibliothek, die Informationen zugänglich macht, ganz gleich, auf welchen Vehikeln diese transportiert werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Die umfangreichen Bestände der GWLB werden in elektronischen Katalogen und Datenbanken nachgewiesen, die miteinander vernetzt und auch über das Internet zugänglich sind. Dieses bietet optimalen Suchkomfort. Die Pflege und Vermittlung der Bestände wird ergänzt durch die umfangreiche Kulturarbeit der Bibliothek, die sich mit Ausstellungen, Vorträgen, Lesungen, Filmvorführungen, Tagungen, Symposien sowie eigenen Publikationen am kulturellen Leben der Stadt, des Landes Niedersachsen und der Bundesrepublik beteiligt.</p>
<p style="text-align: justify;">Über diese allgemeine Funktion der Informationsbereitstellung, Bildung, Wissens- und Kulturvermittlung hinaus sind der GWLB spezifische Aufgaben übertragen. Als Regionalbibliothek deckt sie den Bedarf an wissenschaftlicher Literatur für die Region und steht den niedersächsischen Hochschulen bei der Literatur- und Informationsversorgung als Partner zur Verfügung.</p>
<p style="text-align: justify;">Die GWLB ist als Niedersächsische Landesbibliothek Pflichtexemplarbibliothek, also die zentrale Archivbibliothek ihres Bundeslandes. Das bedeutet, dass alle niedersächsischen Verlage gesetzlich verpflichtet sind, je ein Exemplar der von ihnen verlegten Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Noten, Pläne, Karten etc. an die Bibliothek zu liefern. Die Bibliothek kann als Pflichtablieferungsstelle auf eine fast 300-jährige Geschichte zurückblicken. Auf diese Weise wird von ihr alljährlich sozusagen ein Querschnitt durch die Kultur festgehalten. Dabei werden die Produktionen wissenschaftlicher Verlage ebenso »für alle Ewigkeit“ aufbewahrt wie die Literatur verschiedener Provenienzen. Man findet in der GWLB den Gemeindebrief aus Leer ebenso wie das Kinderbuch aus Oldenburg, das Braunschweiger Schulbuch ebenso wie die Duderstädter Schülerzeitung, den Gedichtband des Heimatdichters aus Helmstedt und das Psychologie-Standardwerk aus Göttingen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Pflichtablieferung ist überdies wichtige Voraussetzung für die Pflege der Niedersächsischen Bibliographie und die darauf basierenden Dienstleistungen des Niedersachsen-Informationssystems. Die umfassende Sammlung und Erschließung von Literatur aus und über Niedersachsen ist ein vielfach genutztes Angebot an die gesamte Bevölkerung des Bundeslandes und an alle Interessierten weltweit.</p>
<p style="text-align: justify;">Die GWLB ist niedersächsisches Zentrum für die Aus- und Fortbildung in bibliothekarischen Berufen und Ausbildungsbehörde für diesen Bereich. Dieser Abteilung ist seit 2004 die Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek zugeordnet.</p>
<p style="text-align: justify;">Als Forschungsbibliothek pflegt die GWLB insbesondere die Kultur- und Wissenschaftsgeschichte der Frühen Neuzeit. Damit wird auch die Arbeit an ihrem wohl bedeutendsten Schatz, dem Nachlass des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz, unterstützt. Dieser weltweit größte Einzelnachlass aus der Zeit des 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts ist von zentraler Bedeutung für die Arbeit der Bibliothek. 2007 folgte die UNESCO dem Vorschlag ihrer deutschen Kommission und damit dem Antrag der Bibliothek und nahm den Briefwechsel aus dem Nachlass im Rahmen ihres Welterbeprogramms in das Weltdokumentenerbe (Memory of the World) der UNESCO auf.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Leibniz</em></p>
<p style="text-align: justify;">In ihrem historischen Kern geht die GWLB auf Büchersammlungen von Mitgliedern der Welfendynastie zurück. Schon seit der Renaissance kamen in den verschiedenen Residenzorten der Fürsten ansehnliche Buchsammlungen zusammen. Zu diesen gehörte die Sammlung Herzog Johann Friedrich zu Braunschweig und Lüneburg in Celle. Nach Verlegung der herzoglichen Residenz von Celle nach Hannover 1665 gelangte auch die Fürstenbibliothek in die Stadt an der Leine und ergänzte hier den ererbten welfischen Buchbesitz. Die so entstandene 8 größere Sammlung spiegelte die wissenschaftlichen, künstlerischen und bibliophilen Interessen der Hofgesellschaft wider.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Grundstock der Bibliothek in Hannover war das Ergebnis späthumanistisch-barocker Bildungsbemühungen in Kombination mit dem Repräsentationsbedürfnis der Dynastie. Am Anfang war die Buchsammlung im Leineschloss untergebracht, wo sie in das Kultur- und Repräsentationsprogramm der Welfen integriert war.</p>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Umzug der Fürstenbibliothek von Celle nach Hannover veränderte sich auch ihr Charakter. Durch die Einbindung in das fürstliche Repräsentationsgefüge wandelte sie sich von der privaten Büchersammlung zur Hof- und Regierungsbibliothek. Diese Funktionserweiterung der Bibliothek führte dann auch folgerichtig 1672 zur Bestellung eines ersten Bibliothekars, Tobias Fleischer.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach dem Dreißigjährigen Krieg setzte ein Wettlauf um Rangerhöhungen zwischen den fürstlichen Dynastien im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation ein. Während Dynastien wie die Wittelsbacher in diesem Rennen zurückfielen, schafften andere Familien den Aufstieg in die europäischen Königsdynastien. Zu dieser Gruppe dynastischer Aufsteiger gehörten auch die Welfen. 1692 erhob Kaiser Leopold I. das Herzogtum Braunschweig-Lüneburg in den Rang eines Kurfürstentums. Ab 1714 wurde der Kurstaat nach der welfischen Thronfolge in England in Personalunion mit dem Königreich Großbritannien regiert.</p>
<p style="text-align: justify;">Vor allem dem ständischen Streben der Welfen ist der Ausbau der Bibliothek in Hannover zu verdanken. Der Philosoph und Universalgelehrte Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 – 1716) wurde 1676 in das Amt des Hofbibliothekars berufen, das er bis zu seinem Tod versah. Leibniz hatte nicht nur vielfältige bibliothekarische, kulturelle und diplomatische Aufgaben zu erfüllen; er erhielt gleichzeitig den Auftrag, die Geschichte des Fürstenhauses zu erforschen. In Norditalien gelang ihm der wichtige Nachweis der Abstammung der welfischen Fürsten von dem italienischen Adelsgeschlecht der Este. Nun konnten die Welfen dem Kreis des älteren Hochadels zugerechnet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Während Leibniz’ Amtszeit in Hannover wurde das Personal des Hofes um die Stelle eines Hofbuchbinders und die eines Hofkupferstechers erweitert. Letzterer schuf jene Kupferstichplatten, die in den Werken von Leibniz die Größe des fürstlichen Hauses bildlich darstellen sollten. Die 869 Platten haben die Zeitläufe erstaunlicherweise überdauert (so sind sie zum Glück dem Schicksal entgangen, in Kriegszeiten eingeschmolzen zu werden) und gehören heute zu den besonderen, in einem gedruckten Katalog nachgewiesenen Kostbarkeiten der GWLB.</p>
<p style="text-align: justify;">Leibniz war jedoch viel mehr als ein gelehrter Historiker. Mit ihm begann eine stürmische Entwicklung nicht nur der Bibliothek, sondern auch der Wissenschaften in Hannover. Breit gefächert waren seine wissenschaftlichen Interessen und Aktivitäten. Er begründete die Infinitesimalrechnung und ist einer der Erfinder des Binärcodes (er nannte ihn Dyadik) – der Grundlage der Computertechnik. Ebenso beschäftigte er sich mit philologischen und astronomischen Fragen. Er betätigte sich als Architekt und Erfinder von technischen Apparaten, unter anderem Rechenmaschinen.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach seinen Konstruktionsanweisungen wurde die erste Vier-Spezies-Rechenmaschine gebaut, mit der alle vier Grundrechenarten durchgeführt werden konnten. Das letzte erhaltene Exemplar wird in der Schatzkammer der GWLB gehütet. Auch Sprachwissenschaft, die Physik und die Logik verdanken Leibniz wesentliche Impulse. Als Wissenschaftsorganisator gründete er die Berliner Akademie der Wissenschaften; er war an der Entstehung der russischen Akademie beteiligt und bemühte sich um Kulturkontakte wie den zwischen China und Europa.</p>
<p style="text-align: justify;">Er entwarf zukunftsweisende Formen wissenschaftlicher Forschung. Als einer der letzten in der europäischen Geistesgeschichte stand Leibniz für einen humanistisch inspirierten Universalismus der Wissenskultur.</p>
<p style="text-align: justify;">Leibniz’ Theodizee und die erst posthum herausgegebenen Nouveaux Essais gehören zu den Grundschriften der europäischen Aufklärung und machten ihn zu einem der intellektu9 ellen Gründungsväter der europäischen Moderne. Hannover wurde zu einem zentralen Ort der res publica litteraria, der europäischen Gelehrtenrepublik. Von hier aus führte Leibniz seine Korrespondenzen, hier schrieb er seine wichtigsten Werke. Sein Nachlass ging als herausragende Sammlung in den Besitz der Bibliothek über und wird an diesem Ort bewahrt, wissenschaftlich erschlossen und gemeinsam mit anderen Forschungsstellen von der Abteilung Leibniz-Archiv der GWLB unter Verantwortung der Göttinger und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ediert.</p>
<p style="text-align: justify;">Nach Leibniz wirkten noch andere bedeutende Gelehrte an der Bibliothek. Sein Nachfolger Johann Georg Eckhart (1716 – 1723) publizierte das Hildebrandslied, das älteste erhaltene althochdeutsche Textmonument. Er entdeckte die Bedeutung der Monseer Fragmente, einer Handschrift aus dem 8./9. Jahrhundert, die in der GWLB aufbewahrt wird. Georg Heinrich Pertz (1827 – 1842) gehörte zu den Gründungsvätern der Monumenta Germaniae historica und zeichnete selbst für die ersten Bände verantwortlich. Im 20. Jahrhundert war der Literaturkritiker und Schriftsteller Werner Kraft von 1928 an als wissenschaftlicher Bibliothekar hier tätig, bis er 1933 von den Nationalsozialisten vertrieben wurde.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><br />
Kostbarkeiten</em></p>
<p style="text-align: justify;">Wenn wir eingangs vom Wunder gesprochen haben, die einzelne Bibliotheken und die Bibliotheken in ihrer Gesamtheit als Gedächtnisspeicher der Menschheit sind, so meinte dies vor allem kollektives und individuelles Wissen, unabhängig davon, auf welchem Vehikel dieses Wissen fixiert und transportiert wird. Doch alte Bibliotheken sind auch wirkliche Schatzkammern, verwahren sie doch Schönes, Kostbares und Einzigartiges. Dabei ist nicht nur wertvolles<br />
Gut in ästhetischem Sinne gemeint, sondern auch Bibliotheksgut, dessen Wert sich daran misst, dass es selten oder sogar ein Unikat ist. Und damit ist die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek in reicher Fülle gesegnet: Von mittelalterlichen Handschriften und Drucken aus der Zeit, als die Buchdruckerkunst noch in der Wiege lag (Inkunabeln), geht es zu kostbar gebundenen und reich illustrierten Büchern aus allen Jahrhunderten; und es geht vor allem um Autographen, also mit eigener Hand geschriebene Schriftstücke.</p>
<p style="text-align: justify;">Europäische Potentaten und Geistesgrößen finden sich hier mit ihrer eigenen Handschrift, von Katharina der Großen bis Queen Victoria, von Luther bis Leibniz, von Thomas Mann bis Horst Bienek. Die Bibliothek dürfte zu den bedeutendsten Autographen-Bibliotheken der Welt gehören, und dies natürlich vor allem dank des ungeheuren Nachlasses ihres Namenspatrons.</p>
<p style="text-align: justify;">Ja, Leibniz! Von ihm verwahrt die Bibliothek neben seinen rund 200.000 (in Worten: zweihunderttausend) Einzelblättern auch seine private Bibliothek, verschiedene persönliche Gegenstände und das einzig erhaltene Exemplar einer von ihm entworfenen Rechenmaschine. Es sind dies Kostbarkeiten von Weltrang, nicht nur der Leibniz-Briefwechsel, dem durch die Aufnahme in das UNESCO-Weltdokumentenerbe die ihm gebührende Anerkennung zuteil wurde.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><em>Unendliche Bibliothek</em></p>
<p style="text-align: justify;">Jahrhundertealtes, wirkungsmächtiges und wertvolles Bibliotheksgut tritt in dieser Ausstellung in den Dialog mit völlig neuen und andersartigen Kommunikationsträgern: Vergangenes wird so unmittelbar mit Gegenwärtigem konfrontiert. Und dieser Dialog könnte es ermöglichen, dass, wenn die materiellen und politischen Umstände es zulassen, in Zukunft jeder Mensch überall und jederzeit virtuell freien Zugang zu diesem und allem Wissen, zu diesen und allen Kostbarkeiten der Welt hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Ein Menschheitstraum könnte so in Erfüllung gehen: open access zur unendlichen Bibliothek!</p>
<p style="text-align: justify;">Georg Ruppelt</p>
<p style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>The Library – Memory of mankind and treasury</strong></p>
<p style="text-align: justify;">The once Royal Library, which since 2005 is named Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek (GWLB) has now existed for more than 350 years. Gottfried Wilhelm Leibniz was its director from 1676 to his death in 1716.</p>
<p style="text-align: justify;">The Library exhibits mediaeval manuscripts and prints from the period when the art of print-ing was just beginning (incunabula) as well as precious books of all centuries. There also ex-ists a huge collection of autographs as for example hand-written letters of Catherine the Great.</p>
<p style="text-align: justify;">The Gottfried Wilhelm Leibniz Library has also treasured the literary estate of Leibniz (approx. 200,000 pages) and the only model of his calculating machine that has survived. In 2007, his correspondence (more than 15,000 letters) became part of the UNESCO world heri-tage of documents.</p>
<p style="text-align: justify;">In this exhibition antique, precious properties of the Library enter into dialogues with new vehicles for communication. Maybe human beings will have open virtual access to any kind of knowledge in the near future: open access to an unlimited library! But this will never re-place the aura of the original.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Feldzugsbericht des Königs Sanherib von Assyrien, Königsinschrift (Fragment) in Keilschrift, 8./7. Jahrhundert v. Chr.</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 15:32:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Keilschrift, Feldzugsbericht des Königs Sanherib von Assyrien, Königsinschrift (Fragment)]]></category>

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		<description><![CDATA[Leihgabe des Museum August Kestner, Hannover

Diese aus Alabaster gearbeitete Königsinschrift wurde durch Ausgrabungen von Sir Austen Henry Layard in Ninive, im heutigen Irak, entdeckt. Die Keilschrift zeigt den Bericht über einen Feldzug des assyrischen Königs Sanherib (704 – 681 v. Chr.). In ihm wird auch der biblische König Hiskia von Juda (725 – 697 v. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/1891-012001_web.jpg" rel="lightbox[434]"></a>Leihgabe des Museum August Kestner, Hannover</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/1891-012001_web1.jpg" rel="lightbox[434]"><img class="alignnone size-full wp-image-959" title="Keilschrift" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/1891-012001_web1.jpg" alt="Keilschrift" width="347" height="400" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Diese aus Alabaster gearbeitete Königsinschrift wurde durch Ausgrabungen von Sir Austen Henry Layard in Ninive, im heutigen Irak, entdeckt. Die Keilschrift zeigt den Bericht über einen Feldzug des assyrischen Königs Sanherib (704 – 681 v. Chr.). In ihm wird auch der biblische König Hiskia von Juda (725 – 697 v. Chr.) erwähnt. Die Inschrift ist in neun durch je eine Rille von einander getrennten Horizontalreihen angeordnet. Während die vier unteren Reihen vollständig erhalten sind, sind die drei oberen an der Seite stark beschädigt. Es könnte sich bei der Königsinschrift um das Bruchstück eines großen Stierkolosses handeln, der sich jetzt im Britischen Museum in London befindet. Dieser trägt ebenfalls die Inschrift Sanheribs und erwähnt Ha - za - ki - a - a - (u), d. h. wahrscheinlich Hiskia von Juda,sowie die Stadt Ukku im Grenzgebiet von Urartu.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Campaign report of King Sanherib of Assyria, Royal cuneiform inscription (fragment), 8th/7th century BC</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Loan by the Museum August Kestner, Hannover</p>
<p style="text-align: justify;">This Royal inscription carved from alabaster was discovered in the course of excavations by Sir Austen Henry Layard in Ninive,  in present day Iraq. The cuneiform inscription gives a report about a campaign of the Assyrian King Sanherib (704 - 681 BC).  Mentioned in this is the Biblical King Hiskia of Juda.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Johann Just Winckelmann, Preißwürdigster Stamm- und Regentenbaum Der Durchleuchtigsten Fürsten Und Herrn, Herzogen Zu Braunschweig-Lüneburg, 1688</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 14:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bookmarks2009</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Preißwürdigster Stamm- und Regentenbaum der Durchleuchtigsten Fürsten und Herrn, Herzogen zu Braunschweig-Lüneburg von Johann Just Winckelmann]]></category>

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		<description><![CDATA[
Johann Just Winckelmann (1620 – 1699), Historiograph aus Hessen und im Auftrag beider hessischer Fürstenhäuser, Darmstadt und Kassel, tätig, verfasste für die welfischen Herzöge die Geschichte der Fürstenfamilie und erstellte die Genealogie.
Der »Preißwürdigste Stamm- und Regentenbaum« ist ein so genanntes Fürstenlob. Zahlreiche Quellen und historische Beschreibungen der einzelnen Angehörigen des Welfenhauses dokumentieren die Abstammungsthesen des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c15574stammbaumsw-l_final1.jpg" rel="lightbox[398]"><img class="alignnone size-medium wp-image-743" title="Stammbaum" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c15574stammbaumsw-l_final1-480x768.jpg" alt="Stammbaum" width="480" height="768" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Johann Just Winckelmann (1620 – 1699), Historiograph aus Hessen und im Auftrag beider hessischer Fürstenhäuser, Darmstadt und Kassel, tätig, verfasste für die welfischen Herzöge die Geschichte der Fürstenfamilie und erstellte die Genealogie.</p>
<p style="text-align: justify;">Der »Preißwürdigste Stamm- und Regentenbaum« ist ein so genanntes Fürstenlob. Zahlreiche Quellen und historische Beschreibungen der einzelnen Angehörigen des Welfenhauses dokumentieren die Abstammungsthesen des Autors.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Frontispiz zeigt den fünfstämmigen Baum, versehen mit den Namen der fünf Herkunftslinien. In der Mitte befindet sich Heinrich der Löwe. Ebenso wie die etwa gleichzeitig entstandene Oper von Steffani dient dieser Stammbaum der Verherrlichung Heinrichs und des Welfengeschlechts. Winckelmann ist der Auffassung, dass die Welfendynastie sich auf fünf Familien stützt: die Billunger, die sächsischen Herzöge (Widukind), die norditalienischen Este, die Karolinger und die Welfenlinie in Schwaben. Den Nachweis der Abstammung von den Este erbrachte Leibniz, der mit Winckelmann in Briefkontakt stand. So schrieb Leibniz an Herzog Ernst August 1688 über seine Reise nach München:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">Zweck dieser meiner reise vornehmlich auff solche Monumenten, und nachrichtungen gehet, so der Braunschweig-Lüneburgischen Histori ein Liecht und zierde geben können … und Herr Winckelmann[s] … hessische teütsche von 20jahren hehr unter handen gewesene Chronick nunmehr auß der Censur, und soll förderlichst in druck gegeben werden, mir ist bereits ein und andere dienliche Nachricht davon worden. </span></p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #000000;">Alexandra Lewendoski</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong>Johann Just Winckelmann, Genealogy of the Princes and Dukes of Brunswick-Lueneburg, 1688</strong></p>
<p style="text-align: justify;">The historiographer Johann Just Winckelmann (1620 – 1699) served the two Duchies of Hessen in Darmstadt and Kassel. For the Guelph princes he wrote the history of the princely family and established their genealogy.</p>
<p style="text-align: justify;">The exhibited item is a so-called laud for the prince.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Libretto Henrico Leone, Text von Ortensio Mauro, Musik von Agostino Steffani, 1689</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 14:45:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bookmarks2009</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Libretto. Henrico Leone. / Ortensio Mauro (Text) / Agostino Steffani (Musik)]]></category>

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		<description><![CDATA[ 


1688 wurde der venezianische Musiker und Komponist Agostino Steffani (1654 – 1728) Kapellmeister in Hannover. Im darauf folgenden Jahr wurde seine Oper »Henrico Leone« erwählt, um das erste Opernhaus in Hannover einzuweihen.
Steffanis Opern waren erfolgreich und wurden viel gelobt. Er überließ gewöhnlich alles, was mit Handlung und Aufbau des Stückes zu tun hatte, dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="IT"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/henrico-leoneop35sw-l_final1.jpg" rel="lightbox[388]"><img class="alignnone size-medium wp-image-872" title="henrico-leoneop35sw-l_final1" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/henrico-leoneop35sw-l_final1-480x623.jpg" alt="henrico-leoneop35sw-l_final1" width="480" height="623" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">1688 wurde der venezianische Musiker und Komponist Agostino Steffani (1654 – 1728) Kapellmeister in Hannover. Im darauf folgenden Jahr wurde seine Oper »Henrico Leone« erwählt, um das erste Opernhaus in Hannover einzuweihen.</p>
<p style="text-align: justify;">Steffanis Opern waren erfolgreich und wurden viel gelobt. Er überließ gewöhnlich alles, was mit Handlung und Aufbau des Stückes zu tun hatte, dem Autor des Libretto. Die Musik gestaltete er entsprechend dem Geschmack des Fürsten und dessen Wunsch nach Repräsentation.</p>
<p style="text-align: justify;">Das Programmheft enthält in der Vorbemerkung eine Art Rechtfertigung für dieses Musikgenre:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">Es haben zu jeder Zeit die Sterblichen in dieser Unruh und verdrussvollen Welt sich lassen angelegen seyn wie sie mit einer geziemenden Ergetzungen ihr von vielen Sorgen Mühe und Arbeit … angefüllten Gemüthe wiederum erleichtern möchten, damit sie nachdem durch diese Veränderungen die Lebensgeister wiederum erfrischet desto dass hiernechst den Vaterlande sind gemeinen Besten zu dienen dastand stünden. </span></p>
<p style="text-align: justify;">Vor allem gibt es Vergnügen, die noch weitaus verdammenswerter seien:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">Weit besser ist es warlich sein Herze mit einer angenehmen M sic, Comoedi und Opera gebührendermassen zu erlustiren als dem Bacchus und der Venus eine verdeutliche Visite und Opfer zu geben.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Alles in allem sei die Musik das beste irdische Vergnügen, und dem Gottesdienst würde sie auch nicht schaden. Die Libretti wurden in sehr begrenzter Anzahl gedruckt und waren sehr gefragt.</p>
<p style="text-align: justify;">Alexandra Lewendoski</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Libretto Henrico Leone, text by Ortensio Mauro, music by Agostino Steffani<span lang="EN-GB">, 1689</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB"> </span></p>
<p style="text-align: justify;">In 1688, the Venetian composer and musician Agostino Steffani (1654 – 1728) became bandmaster in Hanover. In the following year his opera »Henrico Leone« was chosen for the inaugurating of the first opera house in Hanover.</p>
<p style="text-align: justify;">Steffani‘s operas were successful and received much praise. Steffani used to leave everything that had to do with the action and structure of the play to the author of the libretto. And for his music he always kept in mind the tastes of the prince and everything that might provide him with the desired prestige.</p>
<p style="text-align: justify;">In the programme we find an introductory remark providing a justification of this musical genre:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">At all times mortals have exerted themselves for sake of easing their minds full of trouble, labour and pain with appropriate amusement in order to be able to serve their fatherland after having been refreshed with new energy.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Furthermore, there were amusements which are much more despicable:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">It is much better to enjoy oneself with good music, comedy and opera than to pay tribute to Bacchus und Venus.</span></p>
<p style="text-align: justify;">All things considered, music may be the best earthly pleasure and not detrimantal to the service of God.</p>
<p style="text-align: justify;">Libretti used to be printed in very limited numbers and were highly sought after.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gottfried Wilhelm Leibniz an Rudolph August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg (Neujahrsbrief), 12. Januar 1697</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 14:42:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bookmarks2009</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Brief von Gottfried Wilhelm Leibniz an Herzog Rudolph August (Neujahrsbrief)]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://bookmarks2009.de/?p=387</guid>
		<description><![CDATA[

 
Seit 1691 arbeitete Gottfried Wilhelm Leibniz für die Wolfenbütteler Herzöge als Leiter der Bibliotheca Augusta.
Leibniz hatte im Mai 1696 in einem Gespräch mit Herzog Rudolph August seinen Gedanken der »imago creationis« (Abbild der Schöpfung) und das binäre Zahlensystems (ein Dualsystem mit der Basis 2 und den Ziffern 0 und 1) erläutert. Im sogenannten Neujahrsbrief [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="margin-right: -5.4pt; text-align: justify;"><span style="font-variant: small-caps;"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/lbr_ii_15_bl_19v-l_final.jpg" rel="lightbox[387]"><img class="alignnone size-medium wp-image-747" title="Brief von Gottfried Wilhelm Leibniz" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/lbr_ii_15_bl_19v-l_final-480x793.jpg" alt="Brief von Gottfried Wilhelm Leibniz" width="480" height="793" /></a><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-right: -5.4pt; text-align: justify;"><strong> </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Seit 1691 arbeitete Gottfried Wilhelm Leibniz für die Wolfenbütteler Herzöge als Leiter der Bibliotheca Augusta.</p>
<p style="text-align: justify;">Leibniz hatte im Mai 1696 in einem Gespräch mit Herzog Rudolph August seinen Gedanken der »imago creationis« (Abbild der Schöpfung) und das binäre Zahlensystems (ein Dualsystem mit der Basis 2 und den Ziffern 0 und 1) erläutert. Im sogenannten Neujahrsbrief schlug er dem Herzog dann vor, eine Medaille mit einer seiner Erfindungen zu prägen und schreibt:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">Denn einer der Hauptpuncten des christlichen Glaubens … ist die Erschaffung der Dinge aus Nichts durch die Allmacht Gottes. Nun kann man wohl sagen, daß nichts in der Welt sie besser vorstelle, ja, gleichsam demonstriere, als der Ursprung der Zahlen, wie er allhier vorgestellet ist, durch deren Ausdrückung blos und allein mit Eins und mit Nulle oder Nichts alle Zahlen entstehen. Und wird wohl schwerlich in der Natur und Philosophie ein bessres Vorbild dieses Geheimnisses zu finden sein, daher ich auch die entworfene Medaille gesetzet: Imago Creationis. </span></p>
<p style="text-align: justify;">Der Herzog galt als sehr fromm, deshalb dürfte ihm die Interpretation der Dyadik als Bild der biblischen Schöpfung gefallen haben – so sehr, dass er selbst Siegel zu dieser Analogie entwarf und schneiden ließ.</p>
<p style="text-align: justify;">Dualsysteme waren schon seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. in Indien bekannt, jedoch ohne die Null. Auch in Europa gab es Vorgänger von Leibniz, z. B. Harriot, Caramuel y Lobkowitz oder Pascal. Um die so genannte Dyadik zu entwickeln, ist Leibniz auf zwei Wegen vorgegangen: Erstens durch Umformung der Viertelkreisreihe und zweitens durch Spaltenperiodizität (in komplexen Zahlenfolgen ist einfache Struktur vorhanden, d. h. man kann aus senkrechten Perioden die waagerechte Ziffernfolge einer Zahl allgemein bestimmen). Diese Verfahrensweise wird vor allem in der Informationstechnik verwendet. Diese ist logisch ausgerichtet auf Bits, welche entweder wahr oder falsch bzw. 1 oder 0 sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Alexandra Lewendoski</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify;">
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify;">
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify;">
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify;">
<p class="MsoBodyText" style="text-align: justify;"><span style="font-variant: normal ! important;" lang="EN-GB"><strong>Gottfried Wilhelm Leibniz to Rudolph August, Duke of Brunswick and Luneburg (New Year’s Letter), 12th of January 1697</strong></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB"> </span></p>
<p style="text-align: justify;">From 1691, Leibniz was head of the Herzog August Library. Here we can see the so-called New Year’s Letter to Rudolph August of Wolfenbüttel.</p>
<p style="text-align: justify;">In May 1696, Leibniz had spoken with the Duke Rudolph August. Leibniz explained to him in this conversation his ideas on »imago creationis« (image of creation) and the binary numeral system (a binary system with the base 2 and the numbers 0 and 1). In his letter he proposes to coin a medal with these ideas and he writes:</p>
<p style="text-align: justify;"><span style="color: #ff0000;">One of the main points of Christian belief is the creation of things from nothing by the power of God. Nothing explains this better than the origin of numbers, emerging from One and Zero / nothing. There will be hardly found a better example in nature or philosophy for this miracle, therefore I have also set in the medal design: Image of creation.</span></p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/lbr_ii_15_bl_18v-l_final.jpg" rel="lightbox[387]"><img class="alignnone size-medium wp-image-750" title="Brief von Gottfried Wilhelm Leibniz" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/lbr_ii_15_bl_18v-l_final-480x783.jpg" alt="Brief von Gottfried Wilhelm Leibniz" width="480" height="783" /><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/lbr_ii_15_bl_19r-l_final.jpg" rel="lightbox[387]"><img class="alignnone size-medium wp-image-889" title="Gottfried Wilhelm Leibniz an Rudolph August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg (Neujahrsbrief)" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/lbr_ii_15_bl_19r-l_final-480x795.jpg" alt="Gottfried Wilhelm Leibniz an Rudolph August, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg (Neujahrsbrief)" width="480" height="795" /></a></a></p>
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		<title>Monumentum Gloriae Ernesti Augusti, Leichenpredigt auf Kurfürst Ernst August, 1704</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 14:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bookmarks2009</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Monumentum Gloriae Ernesti Augusti, Leichenpredigt auf Kurfürst Ernst August]]></category>

		<category><![CDATA[Übersicht]]></category>

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Das Titelkupfer zeigt im Zentrum unter dem Bogen Ernst August, dargestellt als römischer Triumphator auf einem von vier Pferden gezogenen Wagen, darum herum gruppiert zahlreiche Vignetten, die an die wichtigsten Ereignisse und Taten seines Lebens erinnern. Ganz´zentral ist dabei die Verleihung der Kurwürde, direkt über dem Herrscherbildnis – vorgeführt als sein wohl größter Sieg. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c20088titelblatt-l_final.jpg" rel="lightbox[377]"></a><span lang="EN-GB"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c20088titelkupfer-l_final.jpg" rel="lightbox[377]"><img class="alignnone size-medium wp-image-735" title="Monumentum Gloriae Ernesti Augusti" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c20088titelkupfer-l_final-480x612.jpg" alt="Monumentum Gloriae Ernesti Augusti" width="480" height="612" /></a></span><br />
</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Das Titelkupfer zeigt im Zentrum unter dem Bogen Ernst August, dargestellt als römischer Triumphator auf einem von vier Pferden gezogenen Wagen, darum herum gruppiert zahlreiche Vignetten, die an die wichtigsten Ereignisse und Taten seines Lebens erinnern. Ganz´zentral ist dabei die Verleihung der Kurwürde, direkt über dem Herrscherbildnis – vorgeführt als sein wohl größter Sieg. Die anderen Felder verweisen vor allem auf seine militärischen Erfolge und seine Reisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Gleich zu Beginn der Herrschaft Ernst Augusts versuchte Leibniz den Wirkungsbereich des Herzogs in jede Richtung zu erweitern und trug ihm eine ganze Reihe neuer Ideen vor: Man könne doch eine herzogliche Druckerei einrichten, um damit Geld zu verdienen, oder noch besser eine Kunstkammer, in der man alle neuen Maschinen und die im Harz zu findenden Mineralien zeigen könne – einen Hinweis auf die herausragende Bedeutung des Bergbaus findet man auch links oben neben dem Giebelfeld des Triumphbogens. Leibniz war so eifrig, dass er in den ersten Jahren nach dem Regierungsantritt für Ernst August nahezu 40 Schriften verfasste, in denen es um alles Mögliche und auch Unmögliche ging, so zum Beispiel um die Herstellung von Leinen oder die Verhüttung von Erzen aus Sumatra.</p>
<p style="text-align: justify;">Die erste Aufmerksamkeit des Herzogs aber zog Leibniz mit dem Abschiedsgedicht auf sich, das er zum Begräbnis Johann Friedrichs verfasst hatte und das zugleich Ernst August eine große Zukunft versprach. Dieser soll so davon begeistert gewesen sein, dass er es einige Zeit lang immer wieder gelesen hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem konnte Leibniz nicht dasselbe enge Verhältnis zum Herzog aufbauen wie ehedem zu Johann Friedrich: Er war nicht mehr der bevorzugte Gesprächspartner, sondern nur einer unter vielen. Das lag vor allem daran, dass Ernst August nicht viel übrig hatte für die speziellen Interessen seines Hofrates. Als ihm Leibniz im August 1680 von einem gerade erfundenen Dampfkochtopf berichtete, mit dessen Hilfe man beispielsweise Geflügel mit samt den Knochen weich kochen und genießbar machen könne, kann er den Herzog trotz kunstvoller Überzeugungsarbeit nicht dazu bringen, diesen Topf anzuschaffen.</p>
<p style="text-align: justify;">Was Ernst August dagegen immer zu schätzen wusste, waren Vorhaben, die sein Machtstreben unterstützten. Diesen Weg wird Leibniz auch einschlagen, indem er im April 1685 ein Gutachten über eine italienische Chronik, in der auch die Welfen dargestellt sind, vorlegt. Darin schlägt er die Ausarbeitung einer Hausgeschichte vor. Wenn Leibniz die Abfassung dieser Hausgeschichte dreißig Jahre beschäftigt, dann vor allem deshalb, weil seine Interessen so weit gestreut waren.</p>
<p style="text-align: justify;">Leibniz widmete sich fast jedem wissenschaftlichen Gebiet: sprachwissenschaftlichen Studien, wie etwa der Frage, welches die Ursprache der Menschheit gewesen sein mag, oder der Archäologie, indem er sich zum Fund eines prähistorischen Skeletts äußerte, an dessen Zahn er nachweist, dass es sich nicht um einen Riesen, sondern um ein Mammut gehandelt habe.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Februar 1698 starb Ernst August, zwei Monate später war das Leichenbegängnis. Dafür verfasste Leibniz die Personalien. Er charakterisierte den Kurfürsten als gerechten, klugen und vorurteilslosen Menschen.</p>
<p style="text-align: justify;">Maria Marten</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><strong>Monumentum Gloriae Ernesti Augusti, Eulogy in praise of Duke Ernst August<span lang="EN-GB">, 1704</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"> </p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB">In February 1698, Ernst August died and two months later the funeral took place. Leibniz wrote the personal details for the occasion. He characterises the Duke as a fair, intelligent and liberal person.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB"><span><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c20088titelblatt-l_final.jpg" rel="lightbox[377]"><img class="alignnone size-medium wp-image-732" title="Monumentum Gloriae Ernesti Augusti" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c20088titelblatt-l_final-480x764.jpg" alt="Monumentum Gloriae Ernesti Augusti" width="480" height="764" /></a></span></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c20088titelkupfer-l_final.jpg" rel="lightbox[377]"></a></span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c20088ernstaugustkupfer-l_f.jpg" rel="lightbox[377]"><img class="alignnone size-medium wp-image-987" title="c20088ernstaugustkupfer-l_f" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/c20088ernstaugustkupfer-l_f-480x641.jpg" alt="c20088ernstaugustkupfer-l_f" width="480" height="641" /></a><br />
</span></p>
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		<title>Kupferplatte mit Porträt Johann Friedrichs, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg, 1674</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jan 2009 14:35:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bookmarks2009</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Kupferplatte mit Porträt Johann Friedrichs, Herzog zu Braunschweig und Lüneburg]]></category>

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Als dritter Sohn des Herzogs Georg von Calenberg stand Johann Friedrich (1625 – 1679), zunächst im Schatten seiner Brüder, war außerdem ein bisschen unförmig und klein, aber dafür sehr belesen und ein großer Italien-Liebhaber. Er unternahm in jungen Jahren viele Bildungsreisen durch Frankreich und Italien, von wo er so viele Bücher mitbrachte, dass sie den [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385" data="http://www.youtube.com/v/9WiLk0XPlRg&amp;hl=de&amp;fs=1" type="application/x-shockwave-flash"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/9WiLk0XPlRg&amp;hl=de&amp;fs=1" /><param name="allowfullscreen" value="true" /></object></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/cup_5027-l_final.jpg" rel="lightbox[380]"><br />
</a></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">Als dritter Sohn des Herzogs Georg von Calenberg stand Johann Friedrich (1625 – 1679), zunächst im Schatten seiner Brüder, war außerdem ein bisschen unförmig und klein, aber dafür sehr belesen und ein großer Italien-Liebhaber. Er unternahm in jungen Jahren viele Bildungsreisen durch Frankreich und Italien, von wo er so viele Bücher mitbrachte, dass sie den Grundbestand der späteren herzoglichen Bibliothek bildeten. Unter anderem für diese Bibliothek warb er 1673 um den damals 26-jährigen Leibniz, dem er in Hannover die Fortsetzung seiner Studien ermöglichen wollte. Erst drei Jahre später, zum Jahresbeginn 1676, sendete Leibniz zusammen mit seinen Neujahrsgrüßen die Zusage.</p>
<p style="text-align: justify;">Von da an entwickelte sich ein enges Verhältnis zwischen beiden. Leibniz wandte sich immer direkt an den Herzog und jener gestattete diesen unkonventionellen Umgang. Johann Friedrich ließ sich gern von Leibniz mit Beschreibungen von neuen Erfindungen unterhalten, um sich von den anstrengenden Staatsgeschäften zu erholen: So erzählte Leibniz ihm von Chiffriermaschinen, besonders bequemen Wagen oder vollkommenen Uhren, beide diskutierten aber auch Glaubensfragen und die Wiedervereinigung der getrennten Konfessionen oder philosophische Texte.</p>
<p style="text-align: justify;">Leibniz sah sich dabei als eine Art Anleiter und geistiger Führer des Herrschers, mit dessen Autorität, so hoffte er, große Dinge vollbracht werden können. Er genieße, so schreibt er an einen Briefpartner in Paris <span style="color: #ff0000;">&#8230; oft in der Nähe eines Fürsten zu weilen, der ein unglaubliches Maß an Urteil besitzt und viel Güte für mich zeigt.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Trotz aller erfinderischen Ablenkungen durch seinen Gesprächspartner war der Herzog im Oktober 1679 sehr amtsmüde und beschloss, sich nach Venedig zurückzuziehen. Er starb schon auf dem Weg dorthin in Augsburg und wurde 1680 in Hannover beigesetzt.</p>
<p style="text-align: justify;">Leibniz hat für das Begräbnis eine Beschreibung seines Charakters verfasst, die üblicherweise immer nach der Leichenpredigt verlesen wurde: <span style="color: #ff0000;">Der hochselige Fürst hat dieses Lob in der Welt erhalten, daß er die Personen trefflich unterschieden, und einen jeden, wozu er geignet, hat brauchen können; auch daß er berühmte, gelehrte und in allerhand Professionen verdiente Leute … herfür gezogen, beschenket … und in Stand gesetzet, daß sie ihr gutes Vorhaben werkstelligen können.</span></p>
<p style="text-align: justify;">Die Kupferstichplatten-Sammlung der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist mit 869 Werken in Deutschland wohl einzigartig. Sie ist in einem Katalog erfasst und kann elektronisch recherchiert werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Maria Marten</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span style="font-family: &quot;Gill Sans MT&quot;;"> </span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;"><strong><span lang="EN-GB">Copperplate showing the portrait of Johann Friedrich, duke of </span></strong><strong><span lang="EN-GB">Brunswick</span></strong><strong><span lang="EN-GB"> and </span></strong><strong><span lang="EN-GB">Luneburg</span></strong><strong><span lang="EN-GB">, 1674<br />
</span></strong></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><span lang="EN-GB"> </span></p>
<p style="text-align: justify;">Johann Friedrich (1625 – 1679) was the third son of Duke Georg von Calenberg. In contrast to his brothers he was rather small and unwieldy but, on the other hand, devoted to reading and an enthusiast of Italian culture. In his younger days he made several journeys to France and Italy where he bought so many books that they became the basis of the later ducal library. And in 1673, Johann Friedrich tried to win the 26 years old Leibniz for this very library. Leibniz gave a firm commitment at the beginning of the year 1676 when he sent his New Year’s greetings.</p>
<p style="text-align: justify;">The Hanover collection of engravings from the 17th and 18th centuries, numbering 869, is certainly unique in Germany. Each of them is being catalogued and is available in electronic form.</p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;"><a href="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/cup_5027-l_final.jpg" rel="lightbox[380]"><img class="alignnone size-medium wp-image-753" title="Kupferplatte" src="http://bookmarks2009.de/wp-content/uploads/2009/01/cup_5027-l_final-480x575.jpg" alt="Kupferplatte" width="480" height="575" /></a></p>
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