Gottfried Wilhelm Leibniz, Kopie eines Gemäldes von Andreas Scheits (1703), 1789

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Leibniz

Gottfried Wilhelm Leibniz beschreibt sich als er nach Hannover kommt und seinen Dienst am Hofe des Kurfürsten aufnimmt in der dritten Person mit folgenden Worten:

Er ist hagerer mittelmäßiger Statur, hat ein blasses Gesicht, sehr oft kalte Hände, Füße die wie die Finger seiner Hände nach Verhältniß der übrigen Theile seines Körpers zu lang und zu dünn sind, und keine Anlage zum Schweiß. Er hat bräunliches Haar auf dem Haupte, am Leibe ist er nur sparsam damit versehen. Er hatte von Kindheit an kein scharfes Gesicht, seine Stimme ist schwach und mehr fein und hell als stark … Er hat schwache Lungen, eine trockne und hitzige Leber und Hände, die mit unzähligen Linien durchkreutzt sind. Er liebt das Süße, z. B. den Zucker, womit er auch den Wein zu vermischen pflegt. Auch ergötzen ihn stärkende Gerüche, und er ist fest überzeugt, daß Gerüche wenn sie nur nicht hitzig sind sehr viel zur Erfrischung der Lebensgeister beitragen … Sein nächtlicher Schlaf ist ununterbrochen, weil er spät zu Bette geht und das Nachsitzen dem Arbeiten am frühen Morgen bei weitem vorzieht.

Auf dem Gemälde trägt Leibniz die Repräsentationsperücke, der in dieser Kopie die Haarzeichnung fehlt. Sein Gesicht ist längst nicht so differenziert wie auf dem Original. Er trägt einen dunkelblauen Hausrock, dessen Umschlag rot-golden glänzt. Das Halstuch ist mit einem Muster versehen und bildet zu den ansonsten dominanten dunklen Tönen einen auffälligen Kontrast und verlängert optisch das Gesicht.

Alexandra Lewendoski

Gottfried Wilhelm Leibniz, replication of Andreas Scheits’ painting (1703), 1789

When Leibniz came to Hanover in order to begin his employment at the court he spoke about himself as follows using the third person:

He is weedy, of small stature, has a pale face … His scalp hair is brownish, the hairiness of his body is practically not existent. From childhood on he has had delicately-chiselled features …

Entry Filed under: Gottfried Wilhelm Leibniz. Kopie nach Andreas Scheits (1703)

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