Niederdeutsches Gebetbuch, um 1430
bookmarks2009 -->
Nicht nur der Klerus, sondern auch Privatleute besaßen im Mittelalter religiöse Schriften, die z. B. für das häusliche Gebet bestimmt waren. Das ausgestellte niederdeutsche Gebetbuch gehörte einer Frau, wie aus den Anreden hervorgeht (3v: my arme sunderynne …). Es ist auf Mittelniederdeutsch verfasst und erzählt in Reimen die Lebensgeschichten von Maria und Jesus. Hinter jedem Abschnitt steht ein Gebet, im ersten Teil, der Marias Leben darstellt, ein Ave Maria, im zweiten, Jesus gewidmeten Teil, ein Pater noster. Die Malereien sind in den gotischen Lieblingsfarben blau und rot ausgeführt und mit Gold unterlegt. Die Abbildung zeigt die Verkündigung Mariens. Das Schriftband im Hintergrund bietet den marianischen Gruß: Ave gracia plena dominus tecum.
Nina Otto
Entry Filed under: Niederdeutsches Gebetbuch



Leave a Comment
Some HTML allowed:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>
Trackback this post | Subscribe to the comments via RSS Feed